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George Dyson

Historiker

George Dyson setzt sich mit Wissenschafts- und Technikgeschichte auseinander, im Besonderen mit der Entwicklung der Computertechnologie, Künstlicher Intelligenz und der digitalen Telekommunikation sowie der Raumfahrt. KI ist das Thema seines 1997 erschienenen Buches «Darwin Among the Machines», die Raumfahrt behandelt er in «Project Orion. The True Story of the Atomic Spaceship» (2002). Das Thema der Digitalisierung beschäftigt Dyson auch in seinem jüngsten Buch, «Turing’s Cathedral» (2012, deutsch: «Turings Kathedrale»). Obwohl er selbst nie ein Studium absolviert hat, ist Dyson ein begehrter Dozent und Referent an Konferenzen und Hochschulen, wie zum Beispiel am Institute for Advanced Study. Er schreibt regelmässig für das wissenschaftliche Online-Forum Edge.org, auf dem auch der Essay «Childhood’s End» erschienen ist. Der Text wurde in den USA stark wahrgenommen und unter anderem von «Vanity Fair» und «Arts and Letters Daily» aufgegriffen.

keynote | Englisch

17.35 Uhr

Review
2019

Einfluss der Digitalisierung manifestiert sich im Analogen

George Dyson ordnete im Abschluss-Referat des ersten Konferenztages der NZZ X.Days 2019 den aktuellen Stand der Digitalisierung in einen grösseren historischen Kontext ein. Der autodidaktische Wissenschafts- und Technologiehistoriker zeigte auf, dass die Vorstellung von intelligenten Maschinen bis mindestens ins 17. Jahrhundert zurückreicht und sich die Entwicklung digitaler Codes nach dem Ersten Weltkrieg beschleunigte. Der 66-jährige Amerikaner vertrat die These, dass die Zeit der teuren Softwares, die uns komplexe Rechenaufgaben und Prozesse abnehmen, bereits vorbei sei und sich die Auswirkungen der Digitalisierung heute eher wieder in der analogen Welt manifestieren. So würden etwa Algorithmen neue analoge Netzwerke bilden und beeinflussen.